Was ist ein RAID?
Abkürzung für "Redundant Array of Inexpensive Disks" • Bei RAID-Systemen steht zunächst die Sicherheit von Festplatten- Daten im Vordergrund. Ein RAID- System ist nämlich in der Lage, Daten - ggf. redundant - auf mehreren Festplatten abzulegen. RAID- Systeme setzen sich immer aus mehreren Festplatten zusammen. Je nach Anforderung kann dieses "zusammenschalten von Festplatten" mehr auf Datensicherheit oder auf Geschwindigkeit ausgelegt werden.
Im Normalfall ist der RAID-Controler eine Steckkarte oder eine zusätzliche Baugruppe auf dem Motherboard das die Kontrolle und die Verwaltung des RAID-Systems übernimmt. Der Raid-Controler spiegelt dem Betriebsystem die eingestellte Plattengrößen und Partitionen vor und verteilt die Daten dann auf die "echten" Festplatten.
In einigen Betriebsystemen eine gibt es auch ein Software-RAID. Hierbei übernimmt das Betriebsystem die Verwaltung der eigentlichen Festplatten und verteilt die Daten wie in einem RAID-System.
Folgend ein Überblick über die einzelnen - gängigen - RAID Level:
In den Grafiken gehe ich davon aus das wir den RAID-Controler mit den Daten
"abcdefg" füttern wollen. Je nachdem was für ein RAID-System wir
einsetzen kann man in den dargestellten Festplatten die "echte"
Speicherweise anschauen. Die Buchstaben a...g haben hier die Bedeutung von
Datenblöcken und nicht der einzelnen Dateien. Jede Festplatte wird mit einer
Größe von 9GB angenommen. Die zur Verfügung stehende Größe steht beim jeweiligen
RAID System.
RAID 0
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Der RAID-Level 0 wird auch als "Non- Redundant Striped Array" bezeichnet.
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Da bei RAID 0 keine redundanten Informationen erzeugt werden, gehen Daten verloren, wenn eine RAID- Platte ausfällt. Da die Daten einer Datei auf mehrere Platten verteilt sind, lassen sich auch keine zusammenhängenden Datensätze mehr reproduzieren, selbst wenn nur eine Platte im RAID-0- Array ausfällt bedeutet dies alle Daten des gesamten RAID sind kaputt.
In einem RAID-1-System, auch "Drive Duplexing" genannt, werden auf
zwei Festplatten identische Daten gespeichert.
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Das RAID 2-System teilt die Daten in einzelne Bytes auf und verteilt sie auf die Platten des Platten- Arrays. Der Fehlerkorrekturcode (ECC = Error Correction Code) wird nach dem Hamming- Algorithmus berechnet und auf einer zusätzlichen Platten gespeichert. Da in allen modernen Festplatten bereits Methoden zur Fehlerkorrektur enthalten sind, spielt dieser RAID- Level in der Praxis keine große Rolle mehr. Bei 3 Platten à 9GB stehen 18 GB zur Verfügung.
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Bedingt durch diese Vorteile hat sich RAID 5 in den letzten Jahren beliebteste RAID- Variante für PC-Systeme etabliert. |
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RAID 6 bietet die höchste Datensicherheit. Dabei wird zum RAID-5-
Verfahren eine weitere unabhängige Paritäts-
Information auf einem zusätzlichen Laufwerk hinzugefügt. Dadurch werden
allerdings die Schreibzugriffe wieder etwas langsamer.
Bei 4 Festplatten à 9GB stehen 18 GB zur Verfügung.
Auch RAID 7 ist ähnlich wie RAID 5 aufgebaut. In der RAID- Steuereinheit wird bei RAID 7 aber zusätzlich ein lokales Echtzeitbetriebssystem eingesetzt. RAID 7 benutzt schnelle Datenbusse und mehrere größere Pufferspeicher. Die Daten in den Pufferspeichern und auf den Laufwerken sind von der Datenübertragung auf dem Bus abgekoppelt (asynchron). So werden alle Vorgänge gegenüber den anderen Verfahren erheblich beschleunigt. Ähnlich wie bei RAID 6 kann die Paritätsinformation für eines oder mehrere Laufwerke generiert werden. Es lassen sich gleichzeitig unterschiedliche RAID-Level nutzen.
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RAID 30 wird eingesetzt, wenn große Dateien sequentiell übertragen werden sollen. Es handelt sich um eine zusätzlich gestripte Version von RAID 3. Diese Version wurde von AMI (American Megatrends) entwickelt. Sie bietet Datensicherheit und sehr hohen Durchsatz. RAID 30 ist komplexer als niedrigere RAID-Level und benötigt mehr Platten. AMI benutzt RAID 30 mit sechs Festplatten.
Die Festplatten 1,2,3 sowie 4,5,6 bilden jeweils das RAID-5 und werden dann nochmals zu einem RAID 0 zusammengefasst. |
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